Wer ist Mona?
Ein Name als Versprechen
Mona ist auf dieser Plattform mehr als nur ein Name – sie ist ein Symbol. Sie steht für den Menschen, dem gegenüber wir etwas wiedergutmachen wollen, dem wir danken möchten oder den wir schmerzlich vermissen. Sie ist die Person, für die wir morgens die Laufschuhe schnüren, auch wenn die Beine schwer sind.
Hinter jedem Beweggrund auf dieser Seite steht eine individuelle Geschichte. Mona kann die Partnerin sein, die man verloren hat, der Vater, dem man nie genug gedankt hat, oder die Fernbeziehung, für die man symbolisch Distanzen überwindet. Mona kann aber auch das eigene „Ich“ aus der Vergangenheit sein, mit dem man endlich Frieden schließen möchte.
Diese Plattform ist ein Ort für die stillen Versprechen. Wir bewegen uns hier nicht für Medaillen oder Bestzeiten. Wir bewegen uns, um Emotionen in Energie zu verwandeln und um Verantwortung zu übernehmen – für das, was war, und für das, was kommen mag.
Kilometer für den inneren Frieden – Wie alles begann


Dieses Projekt ist aus den Trümmern einer Trennung entstanden. Es ist meine persönliche Form der Aufarbeitung und ein Denkmal für die Frau, mit der ich eigentlich alt werden wollte.
Mona kam ganz unverhofft in mein Leben. Ohne dass ich nach ihr gesucht hätte, fand sie mich – und mit ihr begann eine Zeit, für die ich bis heute zutiefst dankbar bin. Wir teilten wundervolle Momente, die mein Leben auf eine Weise bereichert haben, die ich vorher nicht kannte. Sie öffnete Türen in mir, ließ mich neue Seiten an mir entdecken und blieb trotz aller Schwierigkeiten unglaublich offen und geduldig mit mir. Ich habe ihr viel zu verdanken; sie war ein Geschenk, das ich damals nicht in seiner Gänze zu bewahren wusste.
Denn in unserer Beziehung habe ich Fehler gemacht, die ich heute zutiefst bereue. Ich war oft nicht der Partner, den sie verdient hätte. Ich habe mir zu wenig Zeit für uns genommen und in Konflikten das „Wir“ aus den Augen verloren. Mein Streitverhalten war destruktiv: Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wurde es oft zu einem Gegeneinander. Ich wurde wütend, habe sie nicht ausreden lassen und ihr nicht richtig zugehört. Ich habe ihre Bedürfnisse übersehen und ihre Grenzen nicht respektiert – bis ich schließlich eine Grenze überschritt, von der es kein Zurück mehr gab.
Hinter diesem Verhalten standen meine eigenen Ängste und Unzulänglichkeiten. Ich kämpfte mit dem Gefühl, nicht gut genug für sie zu sein, und steckte in einer Lebensphase fest, in der ich vieles nicht im Griff hatte. Von Scham getrieben, war ich nicht bei mir selbst – und konnte deshalb auch nicht für sie da sein.
Nach der Trennung begann für mich eine Zeit der harten Selbstreflexion. Ich besuchte ein Wut-Seminar, lernte Techniken zur Emotionsregulierung und fing an, mein Leben von Grund auf neu zu ordnen – durch Ernährung, Entspannung und regelmäßigen Sport. Während einer einsamen Fahrradtour wurde mir klar: Ich muss mit mir selbst ins Reine kommen. Ich nahm mir vor, mich für jeden einzelnen Tag unserer Beziehung einen Kilometer zu bewegen. Als Buße. Als Arbeit an mir selbst.
Ich weiß heute, dass ich meine Mona nicht zurückbekommen werde. Diesen Verlust muss ich tragen. Aber während ich meine Kilometer sammelte, entstand die Idee für dieses Projekt. Ich wollte den Schmerz, die Dankbarkeit und die Reue in etwas verwandeln, das auch anderen helfen kann – egal ob sie wie ich Buße tun, um eine Liebe trauern oder Kraft für einen Neuanfang suchen.
„Kilometer für Mona“ ist mein Weg, der Welt etwas zurückzugeben, während ich meinen eigenen Weg der Heilung gehe.